Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen
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Geschichtswettbewerb "Erinnerungszeichen"

Am 26.2.03 fuhren wir, 14 Schüler der Klasse 8c in Begleitung von Frau Reuss, zur Preisverleihung des Geschichtswettbewerbs ,,Erinnerungszeichen, bei dem wir letztes Jahr als 7d teilgenommen hatten.
Unsere Aufgabe war es, eine berühmte Person, nach der eine Straße benannt wurde, vorzustellen. Wir entschieden uns für Jakob Pütrich, der durch den Kauf von Reichertshausen im 15.Jahrhundert adelig wurde. 
Nun mussten wir uns noch entscheiden, wie wir ihn vorstellen sollten und da machte Frau Reuss den Vorschlag, dass wir selbst Briefe erstellen sollten, die Pütrichs Sohn Gahmuret an seine Schwester Orgeluse, die in einem Kloster in München unterrichtet wurde, schrieb. Es sollte in jedem Brief ein wichtiges Erlebnis Pütrichs oder einfach das Leben mit ihm in Reichertshausen und sein Charakter beschrieben werden. 

Wir schrieben zum Beispiel über die Kaiserkrönung in Rom, bei der er Gast war, über seinen Besuch des Grabs von Wolfram von Eschenbach, der sein Lieblingsautor war, über Reichertshausen selbst und über den Ehrenbrief, ein 164strophiges Gedicht, welches er selbst verfasst hatte. 

Natürlich konnten wir diese Briefe nicht mit Computer schreiben, da es den in Gahmurets Zeit noch gar nicht gab, also erklärten sich zwei Mädchen unserer Klasse dazu bereit, die Texte mit Tusche auf Pergament zu übertragen, während der Rest der Klasse in Gruppen aufgeteilt wurde und jede Gruppe ein Thema bekam, über das man einen Brief schreiben musste. Der beste Brief aus jeder Gruppe wurde den zwei Schreiberinnen überreicht, die sich dann sogleich an die Arbeit machten. Obwohl das Schreiben allein schon sehr viel Arbeit war, machten sie sich auch noch die Mühe, die Anfangsbuchstaben im alten Stil zu verzieren und eine Briefmappe mit Pütrichs Wappen zu erstellen. Und man sieht, es hat sich gelohnt. Wir gewannen tatsächlich einen Preis. Beispielbrief

Am Tag der Preisverleihung trafen wir uns um 8.10 in der Schulaula und marschierten gemeinsam zum Bahnhof. Wir fuhren mit dem Zug zum Münchner Hauptbahnhof, wo wir in eine völlig überfüllte Bahn nach Miesbach stiegen. Als wir um 10.14 endlich ankamen, ging es zu Fuß weiter und, geführt von Frau Reuss, erreichten wir schließlich um circa 10.30 unser Ziel: Das Gymnasium von Miesbach. Wir suchten uns Plätze in der Aula und warteten gespannt auf den Beginn der Veranstaltung. Als schließlich der Regierungspräsident von Oberbayern, Herr Böhm, erschien, konnte die Veranstaltung beginnen. 

Nachdem die Big Band der Schule einen tollen Auftritt hingelegt hatte, hielt die Schulleiterin Katharina Laubmeier ein kurze Begrüßungsrede und überließ dann Norbert Kerkel, dem Landrat des Landkreises Miesbach, und Dr. Gerhard Maier, dem 1.Bürgermeister von Miesbach, das Wort. Sie erzählten von ihren Eindrücken über den Wettbewerb und erzählten auch von einigen Projekten, die sie selbst gut fanden. Bevor dann der Regierungspräsident Böhm seine Ansprache hielt sang der Kammerchor des Gymnasiums noch ,,It`s my life. Auch Herr Böhm lobte die Beiträge der Schüler. Nach seiner Rede sang der Chor noch das Lied ,,Parkplatzregen. 

Schließlich begann der Hauptteil der Veranstaltung: Die Siegerehrung. Sie wurde von der Schülersprecherin Sabine Klotzsche moderiert. Schließlich mussten drei von uns auf die Bühne kommen und Herr Böhm überreichte ihnen den Preis. Wir wurden zweite. Anschließend mussten sie noch kurz unsere Arbeit vorstellen. Nach der spannenden Ehrung sang der Chor ,,Raining Men und Marianne Fischer, die als Wettbewerbscoach mitgeholfen hatte, erklärte noch einmal kurz die Arbeit. 

Zum Abschluss spielte die Big Band noch ein Lied und danach konnte man sich im Pausenraum den Bauch mit den verschiedensten Leckereien, die von den Schülerinnen der Kochschule von Miesbach vorbereitet worden waren, vollschlagen. Um 13.25 traten wir schließlich die Heimreise an und um halb vier kamen wir dann endlich erschöpft, aber auch stolz über unseren 2.Platz, in Pfaffenhofen an. Trotz der vielen Arbeit hat es uns sehr viel Spaß gemacht bei diesem Wettbewerb mitzumachen, denn damit erfuhren wir auch viel über das frühere Reichertshausen.

Veronika Pfleger 8c

Beispielbrief


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