Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen
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Ein würdevolles Leben bis zuletzt – Hospizbegleiter am SGP

"Den Tagen mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage“ – das war der Grundsatz von Cicely Saunders (1918-2005), der Begründerin der Hospiz- und Palliativbewegung. Das erste moderne Hospiz war das St. Christopher’s Hospice, das 1967 in London eröffnet wurde. 1985 wurde der Christophorus Hospiz Verein in München gegründet. Die deutschlandweit erste Initiative dieser Art steht Sterbenden aller Konfessionen offen und arbeitet ambulant und stationär in einem Team von Pflegenden, Sozialarbeitern, Ärzten, Seelsorgern, Therapeuten und Mitarbeitern in Verwaltung und Hauswirtschaft.

Es gilt: Zu einem erfüllten Leben gehört ein würdevolles Sterben. Eine große Rolle spielt dabei die Linderung von Schmerzen und anderer Symptome wie Atemnot, Übelkeit und Angstzustände. Aber auch die psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse eines Menschen, der am Ende seines Lebens steht, bekommen Raum. Ebenso wichtig wie die Bedürfnisse des Kranken sind die seiner Angehörigen und Freunde. Auch ihnen werden Begleitung und Unterstützung angeboten, auch während der Trauerphase.

Theodor Kilgert, einer der 250 ehrenamtlich Tätigen dieses Münchner Hospizvereins, kam am Dienstag, 4. April 2017, ans SGP und stellte Schülerinnen und Schülern der 10. Jahrgangsstufe im Rahmen des Projekts „Hospiz macht Schule“, einer Kooperation von Bayerischem Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und dem Christopherus Hospiz Verein München, die Hospizarbeit vor. Eindrücklich berichtete der Referent von seinen Begleitungen Sterbender.

„Unsere Arbeit wird wesentlich durch freiwillige Leistungen ermöglicht. Durch verantwortlichen Umgang mit allen Ressourcen gewährleisten wir den nachhaltigen Einsatz öffentlicher Gelder und Zuwendungen unserer Mitglieder, Spender und Stifter“, führte Kilgert auf eine Schülernachfrage aus.

Einige Schüler-Rückmeldungen:
„Jeder sollte wissen, dass es deutschlandweit Hospizarbeit gibt.“
„Der Vortrag war sehr interessant und die Hospizbewegung ist eine super Sache!“
„Der Vortrag hat mir gezeigt, dass man, auch wenn man schon älter ist, etwas Neues in seinem Leben anfangen kann. Ich will im Alter auch noch etwas Neues ausprobieren.“
„Ich finde diese Arbeit sehr gut, da unsere Gesellschaft auf das Engagement von Menschen angewiesen ist.“
„Der Hospizbegleiter hatte eine sehr freundliche Art. Ich  hab ihm gerne zugehört.“
„Manchmal ganz schön anstrengend, was ein Hospizhelfer macht, vor allem die Nachtwache.“

Annette Wörmann