Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen
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Professor fr Bayerische Kirchengeschichte am Gymnasium

Am Dienstag, den 12. Mai 2015, besuchte Dr. Manfred Heim, Professor für Bayerische Kirchengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Schüler der 8. Jahrgangsstufe des Schyren-Gymnasiums. Dr. Heim bot in anschaulicher Weise Aspekte zum von konfessionellen Spannungen geprägten 16. Jahrhundert in Bayern.
Ausgehend von einem durch die Religionslehrerin Annette Wörmann grundgelegten Verständnis für die Lebenswirklichkeit im 16. Jahrhundert und die Reformation, zeichnete der Referent Motive und Entwicklungen der Gegenreformation in Bayern nach.


Professor Manfred Heim brachte den Schülerinnen und Schülern die Kirchengeschichte näher.

Das junge Auditorium erfuhr, dass die bayerischen Herzöge - aufgrund ihrer persönlichen Überzeugung, ihres Traditionsbewusstseins und ihrer Politik zugunsten der Bewahrung der Einheit des Herzogtums - am katholischen Glauben festgehalten haben und Bayern erster Schauplatz der Gegenreformation und sichere Stütze des Katholizismus im Heiligen Römischen Reich war.

Verdeutlicht wurde dies anhand der Münchner Michaelskirche, die unter dem kunst- und kulturbegeisterten Wilhelm V., dem Frommen, (1579-1597) als Element dessen Hausmacht- und Religionspolitik ab 1583 gebaut wurde und deutliche theologische Züge trägt: Im Giebel thront Christus als Salvator (Retter), direkt unter ihm in der Nische des Erdgeschosses der Erzengel Michael, der im Kampf um den wahren Glauben alles Böse dieser Welt mit der Lanze tötet. Zwischen beiden sind verschiedene Herrscher dargestellt, die sich nach Meinung Wilhelms V. als Kämpfer und Verteidiger des christlichen Glaubens in Bayern verdient gemacht haben.

Die Schüler waren von den kirchengeschichtlichen Ausführungen, die eigene Heimat betreffend, ebenso begeistert wie von der Tatsache, einem Universitätsprofessor persönlich begegnet zu sein.

Foto und Text © Annette Wörmann, Pfaffenhofen 2015