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Fotoanimation über den Frankreichaustausch 2007
Informationen zur DELF-Sprachprüfung
In der Europäischen Union nehmen Sprachenkenntnisse einen ebenso
hohen Rang ein wie die grundlegenden Kulturtechniken Lesen , Schreiben
und Rechnen. Die Annahme, dass die Kenntnis des Englischen dafür
ausreiche, ist ein Irrtum, profunde Englischkenntnisse gelten mittlerweile
als selbstverständlich. Ein echtes Qualifikationsmerkmal hingegen
sind fundierte Französischkenntnisse.
Die romanischen Sprachen stellen füreinander so genannte Brückensprachen
dar. Das heißt, wer Französisch kann, kennt bereits die Grundgrammatiken
und sehr weite Wortschatzbereiche des Spanischen, Italienischen und Portugiesischen,
bzw. Brasilianischen.
Darüber hinaus schult Französisch im Unterschied zu Latein
auch Fähigkeiten, die für das Erlernen weiterer moderner Sprachen
wichtig sind. Dies sind die Hör-, Sprech- und Schreibfähigkeit
in der Zielsprache und der Umgang mit modernen Lerntechniken.
Kurz gefasst: Das Erlernen lebender Sprachen schafft Lernkompetenz für
das Erlernen weiterer lebender Sprachen.
60 Millionen Franzosen, 5 Millionen Belgier, 1,6 Millionen Schweizer, über
6 Millionen Kanadier sprechen Französisch als Muttersprache. In
Afrika sprechen nach niedrigen Schätzungen ca. 30 Millionen Menschen
Französisch quasi als Muttersprache.
Französisch ist Amtssprache internationaler Organisationen, z. B.
der UNO (dort wird es zu 19% gebraucht), der UNESCO, von INTERPOL, der
Welternährungsorganisation, der NATO und Arbeitssprache natürlich
der Europäischen Union.
Französisch ist die Sprache unseres wichtigsten Partners in Politik und Handel. Das deutsch –französische Handelsvolumen ist weitaus größer als das zwischen Deutschland und den USA. Frankreich und Deutschland sind im Partnerland mit Tausenden von großen und mittelständischen Unternehmen und Arbeitsplätzen präsent.
Auch in den Wissenschaften ist Französisch nach Englisch die am meisten nachgefragte Sprache. Dies betrifft u. a. Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft, Jura, Kunst, Mathematik, Informatik, Philosophie, Sinologie, Geschichte usw.
Deutsche und französische Universitäten bieten zunehmend integrierte
Studiengänge an, die einen berufsqualifizierenden Abschluss für
den französischen und den deutschen Arbeitsmarkt vermitteln.
Voraussetzung dafür ist natürlich die gute Kenntnis des Französischen.
Und nur die Schule bietet den Freiraum für relativ unbeschwertes
und gründliches Erlernen dieser Sprache zu einem günstigen
Zeitpunkt, nämlich in jungen Jahren.
Mit Französisch erhält man die „Eintrittskarte“ zu
einer der interessantesten Kulturen der Welt, zu einer großartigen
Literatur, Zugang zur französischen Lebenskunst ‚l’art
de vivre’, dem französischsprachigen Kino, das in Frankreich übrigens
die „Siebte Kunst“ genannt wird, und nicht zuletzt der französischen
Küche.
Namen wie Descartes, Montesquieu, Rousseau, Voltaire, Victor Hugo, Paul
Valéry, Jean-Paul Sartre, und Begriffe wie die Erklärung
der Menschenrechte, Revolution und Republik, die Freiheit des Denkens
sind Teil des Bildungsbegriffs.

Wer als gebildet gelten will, tut also gut daran, Französisch zu können.
Französisch gehört einfach dazu!
Renate Aubanel
(Langfassung des Artikels)
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