Satzverknüpfungen
Natürlich kann man Hauptsätze einfach nebeneinander stellen, auf die Dauer wirkt das aber eintönig:
Das Kind ging in die Schule. Dort lernte es fleißig. Es ging schnell nach Hause. An der Ampel musste es warten. Die Ampel sprang auf Grün. Das Kind überquerte die Straße.

Die erste Möglichkeit ist, die vorhandenen Sätze mit beiordnenden Konjunktionen oder Adverbien stärker zu verbinden:
Das Kind ging in die Schule und dort lernte es fleißig. Anschließend ging es schnell nach Hause, aber an der Ampel musste es warten. Die Ampel sprang auf Grün und das Kind überquerte die Straße.

Diese Art der Verknüpfung nennt man Beiordnung oder auch Parataxe. Denn es werden die Sätze in ihrer Grundstruktur, Finitum an 2. Stelle, beibehalten.
Auffallend ist, dass sowohl beiordnende Konjunktionen als auch Adverbien zur Satzverknüpfung dienen können. Bei Verwendung von Adverbien muss man die erste Satzgliedstelle "freiräumen".

Das Kind ging in die Schule, um dort fleißig zu lernen. Obwohl es schnell nach Hause gehen wollte, musste es aber an der Ampel warten. Als die Ampel auf Grün sprang, überquerte das Kind die Straße.
Diese Art des Satzbaus nennt man unterordnend oder auch hypotaktisch. Denn die Sätze werden miteinander gekoppelt, wobei ein Satz jeweils Neben-, der andere aber Hauptsatz wird. Weil man hier also viel mit Nebensätzen arbeitet, müssen auch viele Satzglieder umgestellt werden. Diese Art der Verknüpfung vermittelt jedoch auch mehr Informationen als der ursprüngliche Satz. Allerdings sind Sätze, die in Hypotaxe geschrieben sind, auch etwas schwerer zu verstehen.


Kleine Satzlehre
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